Befunderhebung in der Chinesischen Medizin

Da die Traditionelle Chinesische Medizin eine ganzheitliche Betrachtungsweise ist wird in der Regel eine ausführliche Diagnose erhoben.
Es beginnt mit der Inspektion der Körperhaltung, der Gangart und des ganzheitlichen Erscheinungsbildes des Patienten oder der Patientin.

Ausserdem werden Disharmonien durch gezielte Fragen erfasst. Die Fragen betreffen u.a. den Lebensstil, Schlafgewohnheiten, Ernährungsstil,
Beschwerden, privates und familiäres Umfeld, Expositionen im Berufsleben, sportliche Aktivitäten des Patienten oder der Patientin.

Des Weiteren hat die Chinesische Medizin einige Besonderheiten in der Diagnosestellung.
Diese sind:

  • Zungediagnostik
  • Pulsdiagnostik
  • Palpation. und Auskultation

Jede dieser Untersuchungstechnik ist für sich ein eigenes und grosses "Fach" und erfordert eine fundierte Ausbildung.

Zu Beginn der Befunderhebung wird zwischen folgenden Kriterien (Acht Leitkriterien) unterschieden:

Ist es eine Problematik des Yin oder des Yang? Diese Frage ist eine diagnostisch Übergreifende Bewertung.
Beruht die Krankheit auf einem Mangel oder einer (P) Fülle?
Ist die Krankheit in der Tiefe oder an der Oberfläche manifestiert?
Wird die Krankheit durch Hitze oder Kälte verursacht?